Von 1963-1969 habe ich in Münster Theologie, Ägyptologie und Semitische Philologie studiert; der Abschluß erfolgte durch Promotion in der Philosophischen Fakultät am 16.1.1970. Thema der Dissertation: Epistularum Catholicarum Versio Sahidica. Während der Studienzeit war ich studentischer Mitarbeiter am Institut für Neutestamentliche Textforschung sowie am Ägyptologischen Seminar.
Im Rahmen der Theologie beschäftigte ich mich besonders mit dem Alten Testament und den Kleinen Propheten (Prof. Dr. Hesse), mit Genesis (Prof. Dr. Rudolph), mit Josua (Prof. Dr. Smend) sowie mit dem Tosefta-Traktat (Prof. Dr. Rengstorf). Bei Herrn Prof. D. Aland arbeitete ich mich in das Neue Testament ein, studierte Kirchengeschichte (vornehmlich frühe Kirche) und befaßte mich intensiv - u.a. als Mitarbeiter am Institut für Neutestamentliche Textforschung - mit den Problemen der Textkritik.
Im Fach Ägyptologie einschließlich Koptologie studierte ich bei den Herren Prof. Dr. Walther Wolf und Prof. Dr. Dr. Krause. Der Schwerpunkt lag auf dem Studium der ägyptischen Kultur, der Schrift und Sprache mit den verschiedenen Sprachstufen des Alt-, Mittel- und Neuägyptischen sowie von Hieratisch und Demotisch. Hinzu kam das Studium des Koptischen mit seinen verschiedenen Dialekten. Untersuchungen zum Verständnis der Pyramiden- und Sargtexte sowie Weisheitslehren beschäftigten mich ebenso wie das Studium zur koptischen Übersetzungsliteratur.
Semitische Philologie studierte ich bei Herrn Prof. Dr. Wehr und Herrn Prof. Dr. Frhr. von Soden. Ich beschäftigte mich intensiv mit der Islamischen Theologie und erlernte die arabische Sprache. Darüber hinaus galt mein Interesse dem äthiopischen und hebräischen Kulturkreis. Ferner lernte ich Akkadisch und Sumerisch und war nach Beendigung des Studiums für kurze Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ugaritischen Handwörterbuch tätig. Nach Beendigung des Studiums ging ich 1970 in die Industrie (Chemische Werke Hüls in Marl) und war zuletzt von 1985 bis 2006 bei der Astellas Pharma GmbH in München als Personaldirektor für das Personal- und Sozialwesen sowie für die Allgemeine Verwaltung zuständig.
Nach dem Studium habe ich mich zugleich eingehend mit der Orientalistik und Theologie weiterbeschäftigt, wie auch aus meinem "Schriftenverzeichnis" hervorgeht. An der Universität zu Würzburg hatte ich von 1975- 1977 einen Lehrauftrag im Fachbereich Ägyptologie inne und nahm in den Jahren 1977-1985 einen Lehrauftrag für Ägyptologie und Koptologie am Seminar für Orientalistik und Indologie der Universität Bochum wahr. Im Sommer 1985 wechselte ich aus beruflichen Gründen nach München und erhielt 1988 einen Lehrauftrag an der Universität Salzburg, wo ich im Rahmen der Alttestamentlichen Einleitungswissenschaften auf den Gebieten Ägyptologie und Koptologie bis zum SS 1994 ununterbrochen tätig war. Bereits Anfang 1993 war ich in die Geisteswissenschaftliche Fakultät dieser Universität übergewechselt und hielt hier Übungen und Seminare an dem Institut für Geschichte, bewirkte noch in demselben Jahr die Errichtung des Forschungsinstitutes für Koptologie und Ägyptenkunde und widme mich hier seitdem intensiv der Erforschung der frühen koptischen Kirche, wie insbesondere die Publikationen zur "Biblia Coptica" bezeugen. Im Herbst 2000 berief mich die International Association for Coptic Studies zum Herausgeber des Journal of Coptic Studies (JCoptS), der einzigen Fachzeitschrift für die frühe christliche Kirche von Ägypten und Äthiopien.